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Grant Mooney
sum


Grant Mooney, sphere music, 2025, Installationsansicht Chisenhale Gallery, London, 2025, Foto: Andy Keate


mit Laura Aguilar, Olga Balema, Joseph Beuys, Patricia L. Boyd,
Wisrah C. V. da R. Celestino, Hanne Darboven, Melvin Edwards, Niloufar Emamifar, Flint Jamison, Jannis Kounellis, Grant Mooney und Winona Sloane Odette, Robert Morris, Ulrich Rückriem, Takis, u. a. m.

29. März – 20. September 2026

Ausstellungseröffnung: 29. März, 2026

12:00 Uhr

Begrüßung: Felix Heinrichs, Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach
Einführung: Susanne Titz und Alke Heykes

14:00 Uhr
Ausstellungsgespräch mit Grant Mooney und Alke Heykes

Der US-amerikanische Künstler Grant Mooney (*1990, Seattle, WA; lebt und arbeitet in Brooklyn, New York) entwickelt ein skulpturales Werk, das Material nicht als statische Größe, sondern als relationales Gefüge begreift. Durch Fertigungs-, Verbindungs- und Versiegelungstechniken, wie beispielsweise das Löten und Galvanisieren, transformiert Mooney Edelmetalle und industrielle Werkstoffe wie Silber oder Stahl zu halb abstrakten Objekten, deren Präsenz sich weniger aus ihrer Form als aus ihrem Verhältnis zum Raum und zur Umgebung entfaltet. In der Auseinandersetzung mit skulpturalen Verfahren legt er die vielschichtigen Kontexte und Beziehungen von Materialien und Formen offen und stiftet so neue, unerwartete Konstellationen. Seine Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld von autonomer, abstrakter und ortsspezifischer Skulptur und präsentieren einen offenen, taktilen und vernetzten Skulpturenbegriff.

Die Ausstellung "sum" im Museum Abteiberg widmet sich dem Verhalten von Materialien in historischen wie zeitgenössischen künstlerischen Positionen. Ausgehend von Mooneys skulpturalem Ansatz werden die architektonischen und konzeptuellen Besonderheiten des Museums und zentrale Entwicklungen der (post-)modernen Skulptur neu gelesen und mit aktuellen Praktiken in Beziehung gesetzt. sum versammelt neue und bestehende Arbeiten von Grant Mooney, Werke weiterer zeitgenössischer Künstler:innen, Arbeiten aus der Sammlung des Museum Abteiberg sowie ausgewählte Leihgaben.


Grant Mooney, Stalls (τ.), 2025. Detail, Installationsansicht Chisenhale Gallery, London, 2025, Foto: Andy Keate


Im Dialog zwischen prägenden Kategorien des Minimalismus und Konzeptualismus, wie Gewicht, Dichte und Masse, und immateriellen Kräften wie biochemischen Prozessen oder atmosphärischen Veränderungen entfaltet sich ein vielschichtiges Ausstellungsgefüge. Ausgangspunkt ist eine neue, gemeinsam mit der Chisenhale Gallery in London produzierte Werkgruppe Mooneys, die Luft und ihre Bewegung als skulpturale Substanz in den Fokus rückt. (AH)



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Sammlung/Archiv Andersch
Feldversuch #5: Saito – Ay-O

20. November 2025 bis 22. November 2026
Ab 20. November



Takako Saito, Reise-Schachspiel, 1977, Sammlung/archiv Andersch im Museum Abteiberg, © VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Ludwig Kuffer

Mit dem alphabetischen Abschnitt Saito – Ay-O gehen die Feldversuche in die fünfte und damit letzte Runde, sodass die Ausstellungsreihe, die 2021 mit B wie Beuys begann, ihren Abschluss findet.

Seit 2017 im Besitz des Museums Abteiberg, soll Sammlung/Archiv Andersch langfristig in Form eines Schaumagazins zu einer Anlaufstelle für Forschung zu Fluxus und Kunst der 1960er und 1970er Jahre werden.

Zur Vorbereitung auf die Einrichtung eines solchen Ausstellungsformats inmitten des Museums ist in der letzten Ausgabe der Feldversuche die Meinung des Publikums gefragt: Wie haben den Besucher:innen die Feldversuche gefallen?

Was wünschen sie sich für das geplante Schaumagazin? Die gesammelten Anregungen fließen in den kommenden Jahren in die Entwürfe für die Präsentation des Gesamtbestands von Sammlung/Archiv Andersch ein.

Dorothee und Erik Andersch (beide geboren 1940 und verstorben 2021) waren ein wichtiger Bestandteil des rheinischen Fluxus-Netzwerks der 1960er und 1970er Jahre.

Im Studentenwohnheim Regenbogen in Düsseldorf boten sie einigen Künstler:innen, wie u. a. Takako Saito, eine Unterkunft und enge Freundschaften entwickelten sich. Auf dieser persönlichen Basis entstand ab 1968 eine Sammlung, die den Fluxus-Begriff weit fasst.

Gerade die vielfältigen Schachspiele von Takako Saito zeigen einmal mehr, welch großen Stellenwert das Spielerische bei Fluxus einnimmt: "Play Chess with the Sun!" von 1993 besteht aus einer Sonnenbrille in einem Etui.

Während auf das rechte Brillenglas ein Schachbrett aufgemalt ist, trägt das linke Glas die schlichte Aufforderung "HELLO! LET’S PLAY CHESS." Spielfiguren gibt es jedoch nicht.

Die studierte Erzieherin Takako Saito beschäftigt sich seit den 1950er Jahren mit der Idee, dass in jedem Menschen ein schöpferisches Potential steckt. I


Ben Vautier, La jungle de l’art, 1988, Sammlung/Archiv Andersch im Museum Abteiberg, © VG Bild-Kunst, Bonn 2025, Foto: Ludwig Kuffer

Ihre Schachspiele regen diese schöpferischen Kräfte beim Publikum an, indem die Spielregeln selbst entwickelt werden müssen. Doch auch andere Fluxus-Künstler:innen wie Ben Vautier und Ay-O entwickelten Arbeiten, die zum Spielen einladen, was den partizipativen Netzwerk-Charakter von Fluxus widerspiegelt.

Während der Eröffnung haben die Besucher:innen deshalb die Möglichkeit, am Spieleabend der MG_Artfriends teilzunehmen. Ausstellungsgespräche mit der Kuratorin Melanie Seidler und der Projektleiterin Felicia Rappe geben anstelle der sonst üblichen offiziellen Reden Einblicke in das erweiterte Fluxus-Netzwerk von Dorothee und Erik Andersch.

Zudem findet am selben Abend mit Christian Krausch die Präsentation der neuen Jahresgaben des Museumsvereins statt.

Feldversuch #5: Saito – Ay-O nimmt neben Werken und Dokumenten von Takako Saito und Ay-O unter anderem auch Tomas Schmit, Mieko Shiomi, Daniel Spoerri, André Thomkins, Wolf Vostell und Eric Andersen in den Blick. (MS)



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Ari Benjamin Meyers. Hymnus (Mönchengladbach)
Audio-Parcours an sieben Orten in der Stadt
Bis 28. Februar 2026



Ehemaliges Stadion am Bökelberg, Mönchengladbach, 2025,
Foto: Gian Marco Hölk


Nachdem Ari Benjamin Meyers' neue Arbeit "Hymnus (Mönchengladbach)" Anfang dieses Jahres in einer Ausstellung im Museum Abteiberg zu erleben war, kehren die Aufnahmen der Fangesänge nun an die Orte ihrer Entstehung zurück.

Dort sind sie über QR-Codes abrufbar. Zu hören sind wichtige und beliebte Fansongs (z.B. "Das Borussenlied", "Die Seele brennt", "Die Elf vom Niederrhein"), die aus dem Stadion an ikonische Orte in der Stadt versetzt und neu interpretiert wurden.

Für den Sommer sind Fahrradtouren zu diesen Orten in Mönchengladbach geplant. (GMH)


1 Museum Abteiberg
Abteistraße 27/Johannes-Cladders-Platz

2 Kaiser-Friedrich-Halle
Hohenzollernstraße 15

3 Bökelberg
Auf dem Bökelberg/In de Kull

4 Haus Westland
Hindenburgstraße 199

5 Altes Polizeipräsidium 
Theodor-Heuss-Straße 149

6 Grabeskirche St. Josef
Keplerstraße 75

7 Borussia-Park
Hennes-Weisweiler-Allee 1


Mönchengladbach





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