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# 02/2026 Mitteilungen März/April/Mai 2026 PDF-Version 01 Jahreshauptversammlung 2026 02 Tagesfahrt: Günther Uecker in Remagen 03 Förderkreis – Kunst gemeinsam möglich machen 04 MG_Artfriends: Programm März bis Mai 05 Ausstellung: Grant Mooney - sum 06 Ausstellung: Feldversuch #5 Takako Saito – Ay-O 07 Felicia Rappe im Gespräch mit Sarah Golka 08 Kreative Angebote 09 Vortrag: Die Problematik der Provenienz 09 Programm 10 Öffnungszeiten 11 Impressum ![]() Grant Mooney, sphere music, 2025. Installationsansicht Chisenhale Gallery, London, 2025, (Ausschnitt), Foto: Andy Keate Einladung zur Jahreshauptversammlung #26 Dienstag, 19. Mai, 19:00 Uhr ![]() Foto: Eva Caroline Eick Hiermit laden wir alle Mitglieder zur diesjährigen Jahreshauptversammlung in das Museum Abteiberg ein. Wie gewohnt halten wir die Vereinsformalitäten kurz, bieten anschließend Führungen durch die aktuelle Ausstellung an und freuen uns danach auf einen anregenden Austausch über Kunst und Kultur mit Umtrunk im Museumscafé. Die Tagesordnung lautet wie folgt: 01. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit 02. Jahres- und Kassenberichte des Vorstandes 03. Bericht und Wahl des Kassenprüfers 04. Entlastung des Vorstandes 05. Bericht der Museumsleitung 06. Verschiedenes Wir freuen uns auf rege Teilnahme und bitten für die weitere Planung des Abends um kurze Anmeldung per E-Mail unter: info@ mv-mg.de. Zugleich bitten wir Sie, uns so Ihre aktuelle E-Mail-Adresse mitzuteilen, damit wir Sie Ende April an den Termin erinnern können. Natürlich können Sie immer auch kurzfristig tagesaktuell über Ihre Teilnahme entscheiden. Dr. Carsten Christmann und Uwe Hillekamp als Vorstand oben Tagesfahrt Günther Uecker – Die Verletzlichkeit der Welt Arp Museum, Bahnhof Rolandseck, Remagen Samstag, 11. April 2026 ![]() Günther Uecker, Die Verletzlichkeit der Welt, Ausstellungsansicht Arp Museum, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Mick Vincenz 2025 ist Günther Uecker mit 95 Jahren verstorben. Die Ausstellung im Arp Museum Bahnhof Rolandseck ist die erste nach seinem Tod und dabei die letzte, an der er noch selbst mitgewirkt hat. Wie in den Medien ausführlich berichtet, würdigt sie den international bekannten Künstler, der mit seinen ikonischen Nagelbildern und -reliefs Kunstgeschichte schrieb und als prägende Persönlichkeit der Künstlergruppe ZERO die Kunst der Nachkriegszeit revolutionierte. ZERO feierte im November 1964 im historischen Festsaal ein rauschendes Abschiedsfest und löste sich hernach auf. Zugleich markiert dies die Gründungsgeschichte des heutigen Museums, das 2007 eröffnet wurde. Günther Uecker war dem Künstlerbahnhof Rolandseck in den 1960er-Jahren eng verbunden: Das Nagelrelief Bett zum Aufwachen (1965) befindet sich noch heute in der Museumssammlung. Der performative Film Die Treppe (1964) zeigt Uecker, wie er den Bahnhofsvorplatz und das Gebäude Nagel für Nagel erobert. Insgesamt werden 45 Werke aus sieben Jahrzehnten gezeigt – von frühen Nagelobjekten über kinetische Installationen bis zu späten Serien, die Ueckers spirituelle Haltung und sein humanistisches Weltbild spiegeln. Im Zentrum stehen Arbeiten, die der Verletzlichkeit der Welt gewidmet sind – Ausdruck eines Lebenswerks, das Frieden, Empathie und menschliche Verantwortung reflektiert. Nach einer Führung durch die Ausstellung ist die gemeinsame Mittagspause im wunderbaren Restaurant interieur Nr. 253 des alten Bahnhofs Rolandseck mit Blick über den Rhein geplant. 09:15 Uhr Abfahrt Parkplatz Hauptfriedhof, Peter-Nonnenmühlen-Allee / Ecke Stakelberg 09:30 Uhr Abfahrt Theater Rheydt, Odenkirchener Straße 78 11:15 Uhr Führung durch die Ausstellung Günther Uecker 13:00 Uhr Mittagspause im Restaurant interieur Nr. 253 15:15 Uhr Rückfahrt Begleitung: Dr. Christian Krausch Preis: 78 Euro Mindestteilnehmerzahl: 18 Anmeldung ab sofort im Sekretariat des Museumsvereins unter den bekannten Nummern (siehe Impressum). Bitte überweisen Sie den Kostenbeitrag nach erfolgter Anmeldung auf eines der Konten des Museumsvereins. (CK) oben Förderkreis – Kunst gemeinsam möglich machen ![]() Ankauftreffen im Rahmen des Jubiläums 2024 Foto: Museumsverein Seit seiner Gründung im Jahr 1984 ist der Förderkreis eine lebendige und unverzichtbare Gemeinschaft innerhalb des Museumsvereins. Rund 60 engagierte Mitglieder unterstützen das Museum nicht nur ideell, sondern auch finanziell – und tragen damit aktiv dazu bei, die Sammlung zeitgenössischer Kunst des Museum Abteiberg kontinuierlich zu erweitern und zu bereichern. Über die regulären Mitgliedsbeiträge hinaus fließen die jährlich erbetenen Förderkreisspenden vollständig in den Ankauf neuer Werke. Sie ergänzen gezielt den städtischen Ankaufetat und eröffnen dem Museum Spielräume für besondere Erwerbungen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Seit seinem Bestehen hat der Förderkreis bereits weit über eine Million Euro für die Sammlung gespendet – ein beeindruckendes Zeichen gemeinschaftlichen Engagements für die Kunst. Ein besonderes Highlight des Förderkreisjahres ist das wieder bald stattfindende Ankauf-Dinner im ersten Quartal. In persönlicher und anregender Atmosphäre kommen die Mitglieder zu einem gemeinsamen Abend zusammen, um über mögliche Neuerwerbungen zu beraten und zu entscheiden. Die Museumsleitung stellt vorab ausgewählte Werke vor, erläutert Hintergründe und kuratorische Überlegungen. Sofern möglich, sind auch die Künstler:innen selbst anwesend, geben Einblicke in ihre Arbeit und stehen für Gespräche zur Verfügung. Dieser direkte Austausch macht das Treffen zu einem ebenso informativen wie inspirierenden Erlebnis – und lässt die Mitglieder unmittelbar an der Weiterentwicklung der Sammlung teilhaben. Wer Freude an zeitgenössischer Kunst hat, das Museum aktiv unterstützen und Teil einer engagierten Gemeinschaft werden möchte, ist im Förderkreis herzlich willkommen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage oder persönlich über den Geschäftsführer Christian Krausch unter 02161-252647. Wir freuen uns sehr über Ihr Interesse! oben MG_Artfriends Programm März – Mai 2026 ![]() Dritter Donnerstag 19. März 2026, 19:00 Uhr Pop-UP-Paradiso / CaféKonzert #8: Safetyville Die atmosphärischen Pop-UP-Paradiso Konzerte im Museumscafé gehen auch dieses Jahr weiter. Als Pop-UP #8 freuen wir uns sehr auf SAFETYVILLE. Dahinter steckt Isabell Honig aus Köln, die unter dem Pseudonym bereits längere Zeit auch Solo unterwegs ist. Ins Museum kommt sie mit einer Triobesetzung, um ihr gerade erst im Dezember 2025 erschienenes Debütalbum fluid vorzustellen. Safetyville machen sphärischen Songwriter-Pop, der klare Melodien mit weitem Klang verbindet. Schimmernde Synthis, schwebende Gitarren und eine ausdrucksstarke Stimme prägen den Sound, der mal intensiver, mal zerbrechlicher wirkt. Die Songs erzählen von dem, was Menschen wirklich bewegt. Es geht um Ehrlichkeit und Verletzlichkeit, um das, was unter der Oberfläche liegt, manchmal vielleicht auch brodelt. Die elf Songs aus dem Debüt der Band schaffen eine Balance aus träumerischen Balladen und energetischem Songwriter-Indie. Live zeigt Safetyville eine ausgewogene Mischung aus Dynamik und Feingefühl und kreiert damit eine berührend nahe und intensive Atmosphäre. Weitere Infos und Videos und Hörbeispiele findet Ihr unter www.safetyville.de. Einlass ins Museumscafé ab 19:00 Uhr Konzertbeginn gegen 19:30 Uhr Die Pop-Up-Paradiso Café Konzerte sind eine Veranstaltung des Museumsvereins Abteiberg e.V. Mitglieder des Museumsvereins und alle bis einschließlich 18 Jahre haben freien Eintritt. Ansonsten gilt der Museumseintritt (9 Euro regulär, 7 Euro ermäßigt). oben Dritter Donnerstag 16. April 2026, 19:00 Uhr Klangcafé #3: Suse Itzel und Claus van Bebber ![]() Der dritte Abend des Klangcafés präsentiert Klangkunst im Museumscafé des Museum Abteiberg. Angefragt wurden Suse Itzel (Köln) und Claus van Bebber (Kalkar). Beide Künstler:innen verbindet ein intermedialer künstlerischer Ansatz. Suse Itzel verschränkt Texte und Klänge. Claus van Bebber hingegen verwendet den Schallplattenspieler als experimentelle Klangmaschine. Die Klangkünstler:innen werden das Publikum in ihre faszinierenden Klangwelten führen. Konzept und Organisation Kai Welf Hoyme Ort Museumscafé Abteiberg, Abteistraße 27, 41061 Mönchengladbach Einlass ab 19:00 Uhr Beginn 19:30 Uhr Limitiert auf 70 Plätze Der Eintritt zum Klangcafé ist frei. Gefördert von der Stadt Mönchengladbach und dem Museumsverein Abteiberg e.V. Mit freundlicher Unterstützung der MG_Artfriends und des Museum Abteiberg. (KWH) oben Dritter Donnerstag 21. Mai 2026, 18:00 Uhr Abendakademie: Malparty Am 21. Mai wird die Malklasse des Museum Abteiberg zu einem Ort der Farben und Musik. Bei der bereits dritten Malparty kann auf großen Papieren mit Stiften und Farben frei gearbeitet werden. Ob alleine oder an einem Gemeinschaftswerk: Ganz intuitiv lassen wir uns im Schaffensprozess von unterschiedlichster Musik leiten. Es entsteht ein offener Raum für Experiment und Begegnung zwischen Kunst, Musik und dem Menschen. Am Ende stellt sich die Frage, ob sich die musikalischen Einflüsse in den entstandenen Bildern wiederfinden lassen. Musikvorschläge sind gewünscht! Per E-Mail an: mg_artfriends@mv-mg.de oder als Nachricht über Instagram DM. Treffpunkt 18:00 Uhr in der Malklasse Preis: 20 Euro / erm. 10 Euro Anmeldung: über das Buchungsportal des Museum Abteiberg oder E-Mail an Henrike Robert, robert@museum-abteiberg Zahlung vor Beginn der Veranstaltung an der Museumskasse in bar oder per EC-Karte. oben Grant Mooney sum ![]() Grant Mooney, sphere music, 2025, Installationsansicht Chisenhale Gallery, London, 2025, Foto: Andy Keate mit Laura Aguilar, Olga Balema, Joseph Beuys, Patricia L. Boyd, Wisrah C. V. da R. Celestino, Hanne Darboven, Melvin Edwards, Niloufar Emamifar, Flint Jamison, Jannis Kounellis, Grant Mooney und Winona Sloane Odette, Robert Morris, Ulrich Rückriem, Takis, u. a. m. 29. März – 20. September 2026 Ausstellungseröffnung: 29. März, 2026 12:00 Uhr Begrüßung: Felix Heinrichs, Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach Einführung: Susanne Titz und Alke Heykes 14:00 Uhr Ausstellungsgespräch mit Grant Mooney und Alke Heykes Der US-amerikanische Künstler Grant Mooney (*1990, Seattle, WA; lebt und arbeitet in Brooklyn, New York) entwickelt ein skulpturales Werk, das Material nicht als statische Größe, sondern als relationales Gefüge begreift. Durch Fertigungs-, Verbindungs- und Versiegelungstechniken, wie beispielsweise das Löten und Galvanisieren, transformiert Mooney Edelmetalle und industrielle Werkstoffe wie Silber oder Stahl zu halb abstrakten Objekten, deren Präsenz sich weniger aus ihrer Form als aus ihrem Verhältnis zum Raum und zur Umgebung entfaltet. In der Auseinandersetzung mit skulpturalen Verfahren legt er die vielschichtigen Kontexte und Beziehungen von Materialien und Formen offen und stiftet so neue, unerwartete Konstellationen. Seine Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld von autonomer, abstrakter und ortsspezifischer Skulptur und präsentieren einen offenen, taktilen und vernetzten Skulpturenbegriff. Die Ausstellung "sum" im Museum Abteiberg widmet sich dem Verhalten von Materialien in historischen wie zeitgenössischen künstlerischen Positionen. Ausgehend von Mooneys skulpturalem Ansatz werden die architektonischen und konzeptuellen Besonderheiten des Museums und zentrale Entwicklungen der (post-)modernen Skulptur neu gelesen und mit aktuellen Praktiken in Beziehung gesetzt. sum versammelt neue und bestehende Arbeiten von Grant Mooney, Werke weiterer zeitgenössischer Künstler:innen, Arbeiten aus der Sammlung des Museum Abteiberg sowie ausgewählte Leihgaben. ![]() Grant Mooney, Stalls (τ.), 2025. Detail, Installationsansicht Chisenhale Gallery, London, 2025, Foto: Andy Keate Im Dialog zwischen prägenden Kategorien des Minimalismus und Konzeptualismus, wie Gewicht, Dichte und Masse, und immateriellen Kräften wie biochemischen Prozessen oder atmosphärischen Veränderungen entfaltet sich ein vielschichtiges Ausstellungsgefüge. Ausgangspunkt ist eine neue, gemeinsam mit der Chisenhale Gallery in London produzierte Werkgruppe Mooneys, die Luft und ihre Bewegung als skulpturale Substanz in den Fokus rückt. (AH) oben Sammlung/Archiv Andersch Feldversuch #5: Saito – Ay-O 20. November 2025 – 22. November 2026 ![]() Takako Saito, Likör-Schachspiel, 1975, Sammlung/Archiv Andersch im Museum Abteiberg, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Ludwig Kuffer Die aktuelle Ausstellung Feldversuch #5: Saito – Ay-O zeigt einmal mehr, wie eng die Fluxus-Kollektion SAMMLUNG/ARCHIV ANDERSCH mit dem sozialen Netzwerk von Dorothee und Erik Andersch verknüpft ist. Als Takako Saito sich 1979 dazu entschloss, dauerhaft in Düsseldorf sesshaft zu werden, nahmen die Anderschs sie herzlich auf und unterstützten sie, wann immer es möglich war. Die enge Freundschaft, die hieraus entstand, spiegelt sich auch in den Beständen von SAMMLUNG/ARCHIV ANDERSCH wider: So zeigt das aktuell in Regal R17 ausgestellte Water Journal von 1980, dass sich die 1979 von Saito gegründete Noodle Edition anfangs in der Kopernikusstraße 78 in Düsseldorf befand. Hier lebten die Anderschs, da der Sonderschullehrer Erik Andersch das dort gelegene Studentenwohnheim Regenbogen für ausländische Studierende nebenberuflich betreute. Ebendort fand am 24. November 1979 auch eine Schachmeisterschaft statt, die Takako Saito mit ihren vielfältigen Schachspielen veranstaltete, wie die in Schublade S9 ausgestellte Einladung zeigt. ![]() Takako Saito, Musicbottle, 1984, Sammlung/Archiv Andersch im Museum Abteiberg, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Ludwig Kuffer Takako Saitos Kunst lädt ganz im Sinne von Fluxus das Publikum ein, mit ihr zu interagieren. Hierzu hat die studierte Erzieherin viele ihrer Kunstwerke als Spiele angelegt. Besonderer Beliebtheit erfreute sich im Fluxus-Netzwerk von Dorothee und Erik Andersch wohl das Likörschachspiel (Regal R22) mit kleinen, identisch aussehenden Likörflaschen als Spielfiguren. Allein die Sorte der Liköre gibt an, zu welcher Figurengruppe die Flasche gehört. Hatten die Spieler:innen im Verlauf des Spiels vergessen, um welche Figur es sich bei einem bestimmten Fläschchen handelte, wurde einfach probiert. Zudem handelt es sich beim Likörschachspiel um eine handwerkliche Meisterleistung: Die 32 Likörfläschchen passen perfekt in die von Saito eigens zu diesem Zweck in japanischer Handwerkstechnik gebaute Holzschachtel. Diese wiederum dient im aufgeklappten Zustand zugleich als Spielbrett mit unterschiedlich hohen abgeschrägten Feldern, die den Ablauf des Spiels zusätzlich erschweren. Zudem hat Saito jeden Flaschenkorken von Hand mit einem Schwan oder Hasen bestempelt, damit die Spieler:innen wohl zumindest die „weißen“ und „schwarzen“ Figuren auseinanderhalten können. Handwerkliche Präzision zeigt sich auch in den Papierwürfeln der Music Bottles in Regal R17 des Ausstellungsraums: Jeder einzelne wurde von Takako Saito von Hand ausgeschnitten, gefaltet und zusammengeklebt. Durch das Schütteln der Flasche entsteht eine Komposition, die von der Person bestimmt wird, die mit dem Kunstwerk interagiert. Doch nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre Kolleg:innen hat Takako Saito einige Schachteln gebaut. So stammt unter anderem auch die Endless Box von Mieko Shiomi in Regal R8 aus Saitos Hand. ![]() Mieko Shiomi, Endless Box, 1964, Sammlung/Archiv Andersch im Museum Abteiberg, © Mieko Shiomi, Foto: Achim Kukulies Der Museumsverein Abteiberg hat im Jahr 2024 eine Edition von Takako Saito mit gestempelten Gesichtern als Jahresgabe herausgegeben. Aus der Serie Faces sind derzeit noch vier Exemplare erhältlich. (MS) oben Felicia Rappe im Gespräch mit Sarah Rolka Am 2. Februar hat Sarah Golka (*1999) ihr zweijähriges wissenschaftliches Volontariat im Bereich der Sammlung des Museums Abteiberg mit Schwerpunkt auf den Neuerwerbungen von Gegenwartskunst begonnen. ![]() Sarah Golka, Foto: Achim Hirdes FR: Was hast Du zuvor studiert? SG: An der Universität Münster habe ich meinen Bachelor in den Fächern Kunstgeschichte und Geschichte absolviert. Für den Master bin ich dann an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf gewechselt und habe Kunstvermittlung und Kulturmanagement studiert. Der Studiengang ist sehr praxisorientiert, sodass ich die Möglichkeit hatte, bereits im Studium vielfältige Einblicke in die Museumsarbeit zu erlangen und interdisziplinäre Kompetenzen zwischen Kunst, Wirtschaft und Kulturpolitik aufzubauen. FR: Wieso hast Du Dich für das wissenschaftliche Volontariat am Museum Abteiberg beworben? Was fasziniert Dich am Schwerpunkt Deines Volontariats, der Sammlungsforschung insbesondere im Bereich der Gegenwartskunst? SG: Als ehemalige Praktikantin und freie Mitarbeiterin im Projekt Sammlung/Archiv Andersch kenne ich das Haus sehr gut und bin ein großer Fan der Sammlung geworden. Mein Volontariat befasst sich nun mit der wissenschaftlichen Erschließung der Sammlungsneuzugänge seit 2007 – also das Jahr, in dem der letzte Bestandskatalog des Museum Abteiberg endet – und mit dem Entwurf von Konzepten für die Ausstellung und Vermittlung dieser Bestände. Es liegt mir sehr am Herzen, dass ich die Möglichkeit bekomme, meine Leidenschaft für Kunstvermittlung auch in die Erforschung und Präsentation dieser Werke einfließen zu lassen und somit einen erweiterten Vermittlungsbegriff in allen Tätigkeitsbereichen des Museums zu stärken. FR: Neue Formen der Vermittlung und Teilhabe spielen auch in der Masterarbeit eine Rolle, richtig? SG: Absolut! Ich habe mich mit der Ausstellung "Francis Alÿs – Kids Take Over" auseinandergesetzt, die Videoarbeiten des belgischen Künstlers Francis Alÿs und Werke aus der Sammlung des Museum Ludwig, die in Zusammenarbeit mit Schüler:innen aus Köln ausgewählt wurden, verbindet. Dabei habe ich versucht, Parallelen zwischen der künstlerischen Strategie, kuratorischen Praxis als auch Kunstvermittlung zu erkennen und das spielerische Moment als Konstante zwischen diesen Dimensionen der Ausstellung herausgearbeitet. FR: Was interessiert Dich besonders an der Sammlungsarbeit im Bereich Gegenwartskunst? SG: Bereits im Studium lag mein Fokus im Bereich der Gegenwartskunst. Es ist unglaublich spannend, wie zeitgenössische Künstler:innen an die Grenzen des Kunstbegriffs treten und diesen ständig erweitern, sei es um neue Materialien, Medien oder Perspektiven. Diese Entwicklungen dann wissenschaftlich aufzufangen, empfinde ich als besonders wichtig. Zudem bin ich der Meinung, dass ein feines Gespür gefragt ist, um ästhetische Strategien der Gegenwartskunst für unser Publikum zugänglicher zu machen. Eine Herausforderung, der ich mich gerne stelle. FR: Hast Du Lieblingsbereiche oder -künstler:innen in der Sammlung des Museum Abteiberg? SG: Ich bin fasziniert von der Architektur von Hans Hollein und wie die Kunstwerke mit dem Museumsraum in den Dialog treten. Wenn ich mich durch die Räume bewege, herrscht immer eine ganz besondere Stimmung, die sich beispielsweise durch Lichtverhältnisse ständig verändert und den Raum neu definiert. oben Kreative Angebote Kinder & Jugendliche Osterferien 31. März – 2. April, 11:00 bis 13:00 Uhr Experimentelles Drucken 6 bis 11 Jahre 1. April, 14:00 bis 16:45 Uhr Kreativwerkstatt ab 12 Jahren 7. – 10. April, 11:00 bis 13:00 Uhr Animationswerkstatt 6 bis 11 Jahre 7. / 8. / 9. / 10. April, 15:00 bis 17:00 Uhr Kreativwerkstatt ab 12 Jahren Kulturrucksack 10 bis 14 Jahren 18. / 25. April und 9. Mai, 11:00 bis 15:00 Uhr Gamelab für Heldinnen und Helden 3-teiliger Workshop 29. März, 5. Mai, 11 bis 17 Uhr Podcast: Junge Kunst? 6-teiliger Audio-Workshop mit Saskia Schmitt weitere Termine auf www.museum-abteiberg.de Künstlerisch zusammen. Diversität und Demokratie leben ab 8 Jahren 10. März – 13. Mai, 15:00 bis 16:45 Uhr Meine Stimme braucht Raum Offene Kunstwerkstatt Leitung: Alisa Kulesh & Lucie Gorzolka Ort: Malklasse im Museum Abteiberg 11. März – 13. Mai, 15:00 bis 17:00 Uhr Meine Welt, meine Sicht Kunstwerkstatt im Stadtteilzentrum Pe12 Leitung: Lucie Gorzolka & Kirsten Moll Ort: Stadtteilhaus Pe12, MG Rheydt Eine Kooperation mit dem Fachbereich 51 Kinder, Jugend und Familie der Stadt Mönchengladbach im Stadtteilhaus Pe12. "Künstlerisch zusammen. Diversität und Demokratie leben" ist ein Kunstprojekt des Museum Abteiberg und der Kunstmuseen Krefeld in der Ausstellungs- und Projektreihe FREIHEIT_vrijheid des Museumsnetzwerkes Rhein-Maas gefördert durch das Regionale Kultur Programm NRW des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft. Erwachsene Abendakademie in der Malklasse am Dritten Donnerstag im Monat, 18:00 bis 21:00 Uhr 19. März Moving Colours, colourful sounds Stop-Motion-Animation und Klänge Leitung Kai Welf Hoyme 16. April Bedeutungsrhythmus Komposition und Rhythmik von Text in der Kunst. Leitung Jessica Till 21. Mai Malparty Leitung Elena Thißen oben Die Problematik der Provenienz bei Museen und Sammlungen aus der Sicht eines Kunstauktionshauses Dienstag, 28.4.2026, 19:00 Uhr Rittersaal im Museum Schloss Rheydt ![]() © Ernst Ludwig Kirchner, Weiblicher Akt im Grünen, 1914/15, Museum Abteiberg Mönchengladbach, Detailaufnahme Rückseite Gerne möchten wir auf diese Soirée-Veranstaltung der Otto von Bylandt-Gesellschaft im Museum Schloss Rheydt aufmerksam machen. Der Gast, Markus Eisenbeis, persönlich haftender Gesellschafter des Auktionshauses VAN HAM in Köln, wird zunächst VAN HAM Kunstauktionen vorstellen. Er wird dann im Weiteren – auch vor dem Hintergrund der Provenienzforschungen an den Museen Abteiberg und Schloss Rheydt – auf die Provenienzproblematiken eingehen, denen sich ein Kunstauktionshaus ausgesetzt sieht. Dieses Thema hat seit einigen Jahren eine hohe Bedeutung bekommen; so berichten die Feuilletons der großen Tageszeitungen regelmäßig über Restitutionen von Kunstgegenständen, die ihren Besitzern unter politischem Druck in der NS-Zeit entzogen wurden. Der Eintritt ist für Mitglieder des Museumsvereins Abteiberg frei. Eine vorherige Anmeldung bei der Museumskasse im Schloss Rheydt unter 02161-252689 wird empfohlen. (JI) oben Programm im Überblick I. Exkursionen Tagesfahrt Günther Uecker – Die Verletzlichkeit der Welt Arp Museum, Bahnhof Rolandseck, Remagen Samstag, 11. April 2026 II. Ausstellungsgespräche / Führungen jeweils sonntags 11:30 Uhr Treffpunkt: Museumsfoyer 15. März 2026 Feldversuch #5: Saito – Ay-O mit Alena Piskunova 19. April 2026 Gaming & Fluxus mit Miriam Breuer 17. Mai 2026 Feldversuch #5: Saito – Ay-O mit Melanie Seidler (Kuratorin) III. Ausstellungen Sammlung/Archiv Andersch Feldversuch #5: Saito – Ay-O 20. November 2025 – 22. November 2026 Grant Mooney sum 29. März – 20. September 2026 Eröffnung 29. März, 12 Uhr IV. Weitere Veranstaltungen 1. März 2026 Erster Sonntag (Eintritt frei) Programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene Service im Museumscafé durch ehrenamtliche Mitglieder des Vereins 19. März 2026 Dritter Donnerstag bis 22 Uhr geöffnet Pop-UP-Paradiso / CaféKonzert #8: Safetyville Abendakademie in der Malklasse Moving colours, colourful sounds Stop-Motion-Animation und Klänge mit Kai W. Hoyme 29. März 2026 Grant Mooney – sum Eröffnung und Künstlergespräch 5. April 2026 Erster Sonntag (Eintritt frei) Programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene Service im Museumscafé durch ehrenamtliche Mitglieder des Vereins 16. April 2026 Dritter Donnerstag bis 22 Uhr geöffnet Klangcafé #3: Suse Itzel und Claus van Bebber 28. April 2026 Abendakademie in der Malklasse Bdeutungsrhythmus Komposition und Rhythmik von Text in der Kunst mit Jessica Till 28. April 2026 Die Problematik der Provenienz bei Museen und Sammlungen aus der Sicht eines Kunstauktionshauses Schloss Rheydt 3. Mai 2026 Erster Sonntag (Eintritt frei) Programm für Kinder, Jugendliche und Erwachsene Service im Museumscafé durch ehrenamtliche Mitglieder des Vereins 17. Mai 2026 Internationaler Museumstag 19. Mai 2026 Jahreshauptversammlung des Museumsvereins 21. Mai 2026 Dritter Donnerstag bis 22 Uhr geöffnet Abendakademie in der Malklasse Malparty mit Elena Thißen oben Städtisches Museum Abteiberg Mönchengladbach Öffnungszeiten des Museums Dienstag - Freitag 11:00 - 17:00 Uhr Samstag, Sonntag und Feiertag 11:00 - 18:00 Uhr Erster Sonntag im Monat: 11:00 – 18:00 mit freiem Eintritt Dritter Donnerstag im Monat: 11:00 - 22:00 Uhr Museumscafe Stundenweise geöffnet am "Ersten Sonntag" im Monat Skulpturengarten: Öffnungszeiten wie Museum, zusätzlich Montags geöffnet, freier Eintritt Bei Schnee und Eis bleibt der Skulpturengarten aus Sicherheitsgründen geschlossen. Museumsverein Die Mitgliedschaft beinhaltet freien Eintritt zu allen Museen in Mönchengladbach, Informationen und Einladungen zu allen Aktivitäten von Museum und Museumsverein, freien Eintritt zu den Veranstaltungen, Bezug der Mitteilungen, Berechtigung zur Teilnahme an Exkursionen und zum Erwerb der Jahresgaben. Mitgliedschaft Jahresbeitrag (seit 2023) Einzelmitglied: 55 Euro Paare, Familien: 80 Euro Ermäßigter Beitrag: 20 Euro Firmenbeitrag: 400 Euro Die Mitgliedschaft beinhaltet freien Eintritt in alle Museen in Mönchengladbach, Informationen und Einladungen zu allen Aktivitäten von Museum und Museumsverein, freien Eintritt zu den Veranstaltungen, Bezug der Mitteilungen, Berechtigung zur Teilnahme an Exkursionen und zum Erwerb der Jahresgaben. Für ambitionierte Mitglieder besteht zudem die Möglichkeit, im Förderkreis das Museum engagiert beim Ankauf von Kunst zu unterstützen. Förderkreisbeiträge 250 bis 1000 Euro oben Impressum Herausgeber: Museumsverein Abteiberg e. V. Anschrift: Museumsverein Abteiberg e. V. Abteistraße 27 / Johannes-Cladders-Platz 41061 Mönchengladbach Telefon: +49 (0)2161 / 2526 - 47 Telefax: +49 (0)2161 / 2526 - 59 Hotline: +49 (0)177 / 7368528 (bei Tagesfahrten) Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr sonst Anrufbeantworter Redaktion: Alke Heykes (AH), Uwe Hillekamp (UHI), Kai Welf Hoyme (KWH), Dr. Jochen Ingenschay (JI), Dr. Christian Krausch (CK), Henrike Robert (HR), Melanie Seidler (MS), Elena Thißen (ET) Gestaltung der Print-Ausgabe/des PDF: Adeline Morlon Geschäftsführer: Dr. Christian Krausch Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 55 Abs. 2 RStV: Dr. Christian Krausch (Anschrift wie oben) E-Mail-Adresse: info@mv-mg.de Amtsgericht Mönchengladbach, Vereinsregister: Nr. 825 Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE 121 5786 0072 Bankverbindungen Stadtsparkasse Mönchengladbach IBAN: DE44 3105 0000 0000 0610 10 SWIFT-BIC: MGLSDE33 Gladbacher Bank IBAN: DE89 3106 0181 0003 5970 16 SWIFT-BIC: GENODED1GBM Vorstand des Museumsvereins Abteiberg e.V.: Dr. Carsten Christmann (Vorsitzender) Uwe Hillekamp Irma Kurtsiefer Dirk Kniebaum Susanne Titz Ehrenvorstand des Museumsvereins Abteiberg e.V.: Prof. Dr. Johannes Cladders † Beirat des Museumsvereins Abteiberg e.V.: Eva Caroline Eick Dr. Detlef Irmen Prof. Dr. Frank Jebe Kathrin Jentjens Charlotte Lorenz Christoph Simonsen MG_Artfriends Sprecherin Elena Thißen E-Mail: mg_artfriends@mv-mg.de Online-Ausgabe: Thomas W. Kuhn Die Verantwortung für Vorträge und Veranstaltungen trägt das Museum. In den freien Beiträgen kommen die persönlichen Ansichten der Verfasser zum Ausdruck. oben |
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